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  • Polierte und geschmiedete Oberflächen

    Mit Silberputztuch kräftig reiben oder kurz in Silbertauchbad halten und gut spülen. Hilfreich ist auch eine feine Messingbürste, mit dieser und etwas Seife über das Metall fahren. Vorsicht bei weichen Steinen und Materialien (Koralle, Perle, Holz, Papier, Vergoldungen usw...

  • Mattierte Oberflächen

    Ungeeignet ist hierfür das Putztuch, besser mit einem entsprechenden Flies nachmattieren oder mit Silbertauchbad reinigen. Oder mit etwas Zahnpasta und einer harten Bürste (z.B. Zahnbürste) auf das Metall „klopfen).

    Vorsicht bei weichen Steinen und Materialien (Koralle, Perle, Holz, Papier, Vergoldungen usw...

  • Oxidierte (geschwärzte) Silberwaren

    Ungeeignet für das Silbertauchbad sind u.a. absichtlich oxidierte (geschwärzte) Silberwaren, hier nur mit Tuch bzw. Fließ arbeiten, auf den Flächen, die hell werden sollen (nachträglich etwas Fett auf die geschwärzten Teile geben, schützt vor Ausbleichen.

  • Geschweißte, bzw. geschmorte Oberflächen

    Geschweißte, bzw. geschmorte Oberflächen mit Silbertauchbad reinigen. (Auf keinen Fall mit Silberputztuch).

  • Gekratzte Oberflächen

    Gekratzte Oberflächen können mit grobem Schmirgel nachgekratzt werden (bei/m Hersteller/in nachfragen!)

  • Empfindliche Steine

    Empfindliche Steine wie Opal, Perle, Koralle, Türkis, Lapis-Lazuli nicht ins Tauchbad halten, zur Not betreffende Stellen mit gut benetztem Wattebausch reinigen (gut spülen). Mit warmen Spüliwasser und einer weichen Zahnbürste entfernt man schonend die Beläge von Steinringen (vor allem innen unter dem Stein gut bürsten). Hilfreich ist ein vorheriges Ultraschallbad, welches die Beläge auflockert, doch für eine Aufhellung von Silberschmuck ist das U-bad nur bedingt geeignet.

    Opale, Opaldubletten, und Opaltripletten vertragen keine direkte Sonne bzw. Hitze.

    Bernstein lässt sich mit Zahnpasta nachpolieren (nachträglich etwas fetten).

    Onyx und Lava bekommen durch etwas Fett ihr tiefes Schwarz wieder.

  • Antiquitäten

    Antiquitäten niemals ins Tauchbad und Ultraschallgerät geben.

  • Gold und Silberschmuck

    Gold und Silberschmuck ohne Steine vertragen auch sehr heißes Spüliwasser, besonders Ohrschmuck und deren Stopper sollten öfter gereinigt werden, auch hier ist eine  Zahnbrüste mit kurzem Kopf hilfreich.

  • Perlen und Steinketten

    Perlen und Steinketten können zwar auch mit warmem Wasser gereinigt werden, aber vor dem Tragen langsam trocknen lassen wenn diese auf Perlseide aufgezogen und geknotet wurden. Täglich getragene Perlenketten am besten alle 2 Jahre neu aufziehen, bzw. knoten lassen.

  • Allgemeine Tipps

    Den Schmuck falls möglich luftdicht lagern und nicht im Badezimmer - wegen der Chemikalien. Besonders Perlen mögen kein Parfum (ich auch nicht). Auch warme Quellen, die Schwefel enthalten (z.B. bei einer Kur) schwärzen das Silber stark (wegen des geringen Kupferanteils in der Legierung). Selbst schwefelhaltige Nahrungsmittel oder starke Transpiration können sich nachteilig auf den Schmuck auswirken. Silberschmuck lebt beim Tragen, die Oberflächen polieren sich, die Vertiefungen werden dunkel, dieser Kontrast ist sehr reizvoll.

 
  • Feingehalt

    Der Feingehalt von Gold und Silber wird in Promille -Tausend - angegeben. Je größer der Feingehalt, desto hochwertiger das Edelmetall. Ich verwende bei den Silberarbeiten 925er oder 935er Silber. Feinsilber (999,9) lässt sich nur bedingt verarbeiten, daher wird es mit ein wenig Kupfer legiert um es schmiedbar zu machen.

    Für Gold gibt es noch eine weitere Bezeichnung: 24 Karat entspricht dem Feingold (999,9), 18 Karat entspricht 750er Gold und 14 Karat dem 585er Gold - unabhängig von der Farbe des Goldes (Rot-Gelb-Weiß). 8 Karat entspricht 333er (also ca. nur ein Drittel von 1000).

  • Ringgrößen
    Die angegebenen Ringgrößen in der Galerie beziehen sich auf den Umfang des Fingers, eine gängige Größe ist zum Beispiel 56. Das entspricht einem Durchmesser von knapp 18mm, also Größe 18. Ist nur die Durchmessergröße bekannt, nimmt man diese mal 3,14. Mir reicht es, wenn Sie den exakten Innendurchmesser eines passenden Ringes nennen. Bei sehr breiten Ringen empfiehlt es sich den Ring etwas größer zu wählen.
  • Fachausdrücke in der Goldschmiedewerkstatt
    Montieren: Verbindung von 2 oder mehreren Teilen durch Löten. Damit ist das Hartlöten bei hoher Temperatur, ab 650°Celsius, gemeint. Als Lot dient keinesfalls Zinn (dies wird zum Weichlöten bei niedrigen Temperaturen gebraucht) sondern Silber, bzw. Goldlot mit der gleichen Legierung wie das Werkstück. Das Lot ist so zusammengesetzt, dass es minimal früher flüssig wird, als das zu lötende Material - alles klar?

     

    Schweißen: Hiermit meine ich nicht das bekannte Schweißen von Stahlwaren, sondern einen Gestaltungsprozeß bei der Schmuckherstellung. Das Material, z. B. eine Silberplatte, wird so lange mit einer Flamme geglüht, bis es an der Oberfläche leicht flüssig wird, der Untergrund ab noch fest ist (Hitze steigt ja nach oben, wodurch dieses Phänomen möglich ist). Dann wird die Flamme rasch entfernt, das flüssige Material kristallisiert wieder (wird fest). "Unbeschadet" bleibt es nicht, sondern es entstehen teils wunderschöne Unregelmäßigkeiten auf dem Material, die für die Schmuckgestaltung genutzt werden können. Sehr gut zu sehen bei den Silberknöpfen.

     

    Prägen: Einwalzen oder Einschlagen eines Musters in das Werkstück.

     

    Oxidieren: Absichtliches, bzw. beschleunigtes Schwärzen von Silber für Dekorationszwecke. 

     

    Bleche und Drähte: Damit kein Missverständnis aufkommt, Blech und Draht sind Formen, so wie Rohre und Kugeln auch nur Formen sind. Es gibt z.B. Goldblech, Silberblech, Kupferblech, Stahlblech, Messingblech usw... Wenn ich Silberdraht in der Werkstatt nutze, ist dieses aus mind. 925er Silber und kein versilberter Kupferdraht, wie man ihn im Bastelgeschäft kaufen kann.